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Slider 7Gesundheit ist das Erbe der Evolution. In Millionen von Jahren wurde ausgemerzt, was nicht funktioniert. So ist der menschliche Körper ganz und gar das wunderbare Produkt seiner Entstehungsgeschichte. Und die Natur hat alles auf den Gebrauch abgestimmt. Schauen wir uns nur mal ein Krokodil oder ein Nilpferd an oder den aufrecht gehenden Menschen an, die perfekt auf ihre Lebensweise produziert wurden.
Warum hat der Mensch dann gesundheitliche Probleme, wenn sein Erbe die Gesundheit ist? Wenn bis in die kleinste Zelle, das Ziel dieses „Zellhaufens“ den der Mensch darstellt, alles zu harmonisieren, oder sogar zu heilen ist?

Die Antwort: Der Körper braucht die Möglichkeiten in seinem Sinne!Denn tatsächlich ist der Körper in Lauerstellung und wartet auf bewegliche Bewegungsvorschläge…und meistens wartet er eben umsonst.
Heute ist unser Körper unserer Lebensweise ausgesetzt und ausgeliefert. So wie wir ihn entstehen lassen, mit den körperlichen Merkmalen wie falschen Muskeln oder einem Bauch, einem vorgestrecktes Kinn oder der runde Rücken, die ein Kompromiss des Körpers sind, die er eingehe muss, und den er meist teuer bezahlen muss.

Aus evolutionärer Sicht ist der Normalzustand des Körpers die bewegliche Bewegung und eben leider nicht das Sitzen. Denn was man heute kaum noch vermutet – der Mensch ist als Läufer gemacht, und nicht als Sitzer.
Sportmediziner sagen heute sogar „ sitzen ist schlimmer wie Übergewicht“, und „beim Sitzen rutscht der Körper nach kurzer Zeit in einen Komazustand“.

Und was hat das Sitzen mit dem Reiten zu tun? In früheren Reitlehren hat man den Sitz des Reiters noch mit dem Stehen verglichen. Heute sitzt der Reiter im Sattel. Die heutigen Tiefsitzersättel forcieren das sogar noch.
Alle gesundheitlichen Schädigungen, die der Körper beim Sitzen erfährt – übernimmt logischerweise der Körper zum Reiten. Der festgehaltene Lendenbereich, die unbeweglichen Schulter und die starre Wirbelkette werden vom Stuhl auf das Pferd mitgenommen.
Ein interessanter, gut gemeinter Fehlversuch des Reiters, den unbequemen Auswirkungen der Pferdebewegung zu entgehen, ist übrigens das Leichttraben – wenn der Reiter eh festgehalten ist, ist das Leichttraben „festhalten in Reinkultur“.

Deshalb sagen wir vom BewegungsLernen – „ so wie der Mensch geht, so reitet der Reiter“. Und da wir die individuellen Anfälligkeiten des Reiters und des Menschen, der eben im Reiter steckt, kennen, können wir in unseren Reiterrückenseminaren ganz gezielt die bewegliche Bewegung als Krankheitsprävention aber sogar auch als Behandlung gegen bewegungstechnische Gesundheitsprobleme einsetzen.

In unseren Reiterrückensemiaren tun wir alles, um die brandgefährliche Inaktivität des Körpers, die sich auf Organe, Muskeln, Kreislauf, Herz und Nerven übertragen, und eben auch im Reitersitz zu sehen, und für das Pferd direkt zu fühlen ist, wieder im Sinne des Körpers zu „bahnen“. Damit wird der eigene Körper der stärkste Verbündete des Reiters.

Übrigens: das meiste oben gesagte ( ausser dem Sitzen) gilt auch für das Pferd.