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Man reitet so, wie man sich bewegt

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Die meisten Reiter sind bewegungstechnisch nicht vorbereitet auf das Pferd. Wer sich vornimmt einen Berg zu besteigen, springt auch nicht vom Sofa und klettert da mal eben hoch. Aber der Mensch setzt sich direkt vom Bürostuhl auf das Pferd, ohne seinen zukünftigen Reiterkörper auch nur ansatzweise darauf vorbereitet zu haben.

DER ERFOLG DES REITERS IST DER ERFOLG DES KÖRPERS

Selbstverständlich ist auch vielen der Übergang vom Menschen zum Reiter gelungen. Den meisten jedoch nicht, was man an den verzerrten und festgehaltenen Körpern sehen kann. Aber was viel schlimmer ist: der wirklich Leidtragende(im wahrsten Sinne des Wortes) ist das Pferd. Diese Lücke im System, wollen wir mit den Körperschulungen schließen – denn der Erfolg des Reiters ist der Erfolg seines Körpers.

SIND SIE KÖRPERLICH AUS DER FORM?

Sie sind nicht aus der Form – denn sie haben immer irgendeine Form. Und alles was sie bisher gemacht haben, hat zu dieser Form geführt. Mag sein, dass sie sich trotzdem die meiste Zeit gut in ihrem Körper fühlen. Aber reicht das für ein so sensibles Lebewesen wie das Pferd, das indirekt und manchmal direkt abhängig ist von ihren Körperbewegungen?

Vielleicht können Sie sich aber auch ein- oder zweimal im Jahr nicht bewegen, weil ihnen „der Rücken“ weh tut. Vielleicht haben Sie regelmäßig Kopfschmerzen. Oder sie leiden daran, dass ihre Schultern festgehalten nach vorne fallen –oder ihre Hüften? Oder andere Körperteile, die nicht – oder nur eingeschränkt ihre Funktion erfüllen. Oder sogar schon weh tun?

Hindern Sie ihre Knie daran, längere Strecken zu gehen? Und wie ist es mit ihrem Bewegungsverhalten? Haben Sie einen Passgang? Das heißt, dass sie die Hüfte zuerst in die Bewegung schieben? Oder ist einer ihrer Füße vielleicht nach rechts abgedreht, und verändert so die Gewichtsverteilung. Das Leben ist voll von kleinen oder großen Gesundheitspannen an die sie sich vielleicht gewöhnt haben – aber mit denen Sie das Pferd zwingen, seinen Körper  an ihre „Probleme“ anzupassen.

GESUNDHEITSFÖRDERNDES BEWEGUNGSVERHALTEN

Aus welchem Grund auch immer, aber die Suche nach der Bewegungsfähigkeit des eigenen Körpers ist womöglich der wichtigste, aber auch der am meisten vernachlässigte Aspekt der menschlichen Bewegung. Und das obwohl wir wissen, dass unsere Bewegungsweise direkte Auswirkungen – im Guten wie im Schlechten – auf unsere Körperform hat, und wie stark der mechanische Einfluss von falschen Bewegungen auf den Körperbau, auf die Bewegungsfähigkeit und auch auf die Entstehung von Krankheiten sein kann. Es reicht also nicht zu fordern, man solle sich mehr bewegen und mehr Muskeln aufbauen – es kommt auf die ART und Weise der Bewegung an.

BEWEGUNGEN, DIE DIE ZELLEN BEWEGEN

Die Körperschulung zeigt ihnen wie sie ohne viel Aufwand ihr Bewegungsverhalten ändern können. Und warum? Weil sie es können!
Beziehungsweise, weil es ihr Körper kann. Eigentlich, noch immer kann, denn der Körper des Menschen ist  von Beginn seiner Existenz an darauf ausgerichtet, sich zu bewegen. Wir müssen es ihm nur wieder zeigen, denn er weiß es meist nicht mehr, dass er die „guten“ Bewegungen noch kann

„Es ist genauso leicht eine gute Bewegung zu machen, wie eine schlechte“

DREIDIMENSIONALE GELENKBEWEGLICHKEIT

Umfassende Beweglichkeit heißt für viele Gelenke dreidimensionale Bewegungsfreiheit. Der entscheidende Vorteil für den Körper ist dabei das die „Stabilität“ des Körpers durch das Richtungssystem der vielen kleinen Muskeln und Sehnen – und nicht durch Kraft erzielt wird. Die Kraftmuskeln können so ruhig auf ihren gezielten „Einsatz“ warten.

Die dreidimensionale Gelenkbewegung ist für den menschlichen Denkapparat schwer zu erfassen, aber ein- oder zweidimensionale Bewegungen sind für die Anatomie unlogisch, denn – unbewegliche Gelenke behindern eine Entlastung und Entbindung belasteter Strukturen.

BEWEGUNGSKOORDINATION VON HÄNDEN, SCHULTERN, BECKEN UND BEINEN

Der ganze Körper kann mehr unbelastete Feinmotorik erzielen, als die Summe seiner Körperteile. Die Hände können ein eigenständiges Instrument sein, können aber auch in der Sinfonie des Körpers mitspielen. Die Beine und das „Kreuz“ ebenso. Die erste Voraussetzung dafür ist, dass alle „Instrumente“ des Körpers fehlerfrei und entbunden spielen können. Aber erst das alles verbindende Nervensystem, und seine Bewegungsimpulse macht ein funktionierende Bewegungskoordination daraus.

Und genau diese natürliche Bewegungsfähigkeit und Bewegungsfreiheit, können Sie ohne viel Aufwand durch die Körperschulung wieder (zurück)gewinnen -. Die Körperschulung zeigt ihrem Körper die Wege dazu auf.

ES GEHT AUCH UM DEN REITER

ZUFÄLLIGERWEISE ist das was der Mensch mit gesunderhaltenden Bewegungen beschreiben würde, auch das was Sie für das perfekte Zusammenspiel ihres Körpers auf dem Pferd brauchen. Eigentlich liegen heute reichlich Erkenntnisse zum Zusammenhang zwischen körperlichen Belastung und unseren Krankheiten und Beschwerden vor. Dennoch trainiert der Mensch beim Reiten wacker das Festhalten seines Körpers. Und holt sich sogar noch eifrig stützende „Energie“ von mechanischen Hilfsmitteln her um die statische Belastung noch zu erhöhen.

OUTSOURCING VON BEWEGUNGEN

Auf körperlichen Bewegungsdefiziten wäre es sicherlich vollkommen falsch und un“sinnig“, einen Reitersitz zu „bauen“ – der genau die „Probleme“ des Menschenkörpers ,dem Pferd doppelt mitteilt (einmal durch die Bewegungen und einmal durch ihre Muskeln die sie bestärken). Genauso falsch wäre es allerdings das Nicht-bewegen ihres Körpers mit mechanischen Hilfsmitteln zu kompensieren und vorzutäuschen. Sie können sicher sein – auch das merkt das Pferd

DER SITZ

Im Mittelpunkt dieser Körperschulung steht deshalb nicht das Einüben eines Sitzes – sondern es sind die Bewegungen ihres Körpers – aus dem ihr Reitersitz erst entstehen kann und damit auch die Beziehung zum Pferd bestimmt. Erst aus der Funktionalität ihres Körpers entsteht ihr Reitersitz. Wenn Sie also ihr Reiten verbessern wollen, müssen Sie die Art ändern, wie Sie sich bewegen und ihre Einstellung wie Sie bisher über Bewegungen dachten.

DER BIOMOTORISCHE REITERSITZ – DYNAMIK IM GLEICHGEWICHT
Mit der körperorientierten Denk- und Bewegungsweise werden ihnen die „Placements“ bestimmt sehr hilfreich sein um ihren Körper auf dem Pferd in einer optimal koordinierten Bewegung zu „placieren“. Beim Idealfall eines biomotorischen Reitersitzes sind Muskeln weder verkürzt noch überdehnt. Gelenke und Bänder gleichmäßig belastet, und alle Körperteilgewichte übereinander geordnet. Das äußere Gleichgewicht ist stark verbunden mit einer inneren Balance.

DIE VIELEN FACETTEN KOORDINIERTER REITERBEWEGUNG

Die Balance zwischen Spannung und Entspannung, Anspannen und Loslassen, Kraft und Beweglichkeit ist das Merkmal des biomotorischen Reitersitzes. Es gilt die Regel: je dynamischer die innere Bewegung und Bewegungsfähigkeit, desto einfacher ist es das „Placement“ – das innere Aufrichten, zu halten und desto „in sich ruhender“ wird der Reitersitz.

Der Reiterkörper zentriert sich in der Dynamik, kraftvoll, schnell und stabil. All das geschieht bewusst und unbewusst vom Körper. Nichts bleibt dem Zufall überlassen. Eine biomotorische Bewegung funktioniert in der Regel unbewusst. Trainieren und Haltung einstudieren nicht!

Der Mensch ist nicht zum Still-sitzen auf dem Pferd gebaut, und so wirkt sich der statische Sitz auf IHR Bewegungssystem UND auf das Pferd negativ aus. Muskuläre Dysbalancen erhöhen die Tendenz zu Verspannungen des ganzen Bewegungssystems und brauchen die stützende „Energie“ von mechanischen Hilfsmitteln von Sätteln, Hilfszügel und Mechanik am Pferdekopf.

Der biomotorische Weg: die Körperschulung für den Menschen ist Voraussetzung für das Biomotorische Training mit dem Pferd im Montagstraining – aber auch für den „Basislehrgang Biomotorik“, der Mitte 2020 anläuft und ebenfalls für die Biomotorischen Spezialkurse – von der Sensopathie bis hin zum Biomotorischen Reiten…

 

„Den guten Reiter erkennt man daran, dass er dem Pferd mehr gibt, als nimmt.“

 

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