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Die einzige Ausbildung, die auf die Entwicklungsphasen des Pferdes abgestimmt ist

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Jeder weiß, dass bei einem technischen Gerät die Form die Funktion bestimmt. Denkt man nur mal nur an ein Kugellager: da würde eine kleine Ausbuchtung der Kugel, die „reibungslose“ Funktion der Kugel verhindern, genauso wie eine falsche Spureinstellung beim Auto die Funktion des Autos zerstören kann.

Beim Pferdekörper ist das genaue Gegenteil der Fall. Die Form des Pferdes entsteht durch die möglichst „reibungslose“ Funktion und das Ineinandergreifen des ganzen Körpersystems – das erst die Plastizität des Körpers entstehen lässt. Das ist eine von der Natur gegebene Tatsache – und die Aufgabe des Menschen sollte es daher sein, beim Beibehalten aller Natürlichkeit die Funktionsweise des Körpersystems zu verfeinern und damit zu verbessern, und kein der Natur des Körpers zuwiderlaufendes Verhalten abzufordern.

Die Anpassung des Pferdekörpers – Fluch oder Segen?

Weil sich der Körper in seinen Zellen ständig verändert, erneuert und an die Umweltbedingungen anpasst (dem Mensch sagt man nach, dass er nach 7 Jahren komplett erneuert ist)entsteht eine,  an die Umwelt angepasste Funktion, die Form. Das kann natürlich Fluch oder Segen sein, je nachdem an welche äußerlichen Anreize sich der Körper anpassen muss. Hat die Umwelt keine oder nicht viele Bewegungsanreize zu bieten, fährt das ganze System runter – manchmal bis auf einen Bestandserhalt – denn Bewegung kostet Energie – also geht der Pferdekörper auf „Stand by“.

Viel Energiezufuhr ohne Bewegung in den Systemen…

Besonders tragisch ist es für den Pferdekörper, wenn die Energiezufuhr – in der Gemeinschaft mit dem Menschen –  in Form von Futter, sehr hoch ist, die kann ein Körper auf „stand by“ nicht aufschlüsseln und verwerten. Die hohe Energiezufuhr belastet den sowieso runtergefahrenen Körper noch zusätzlich. Das Pferd hat dann z.B. mit unregulierten Magensäuren zu kämpfen, der Sauerstoffgehalt im Körper ist vielleicht runtergefahren – dadurch der Stoffwechsel zu gering und der Muskeltonus zu hoch usw. Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass das Physische mit dem Psychischen immer eine Wechselwirkung eingeht – das Pferd fährt also auch mit der Stimmung runter.

Wir müssen uns gegenseitig verstehen lernen – damit wir eine gemeinsame Zukunft haben

Die Aufgabe des Menschen sollte es sein, den von der Natur zu großen „Leistungen“ entwickelten Pferdekörper, wieder zu seiner biologischen Weiterentwicklung anzustoßen. Es sollte zur Normalität gehören, das Pferd in seiner „Ausbildung“  in seinen natürlichen und biologischen Fähigkeiten und Möglichkeiten zu fördern. Die Umweltanreize der heutigen Zeit reichen dazu nicht aus, um den hochkomplexen und leistungsfähigen Pferdekörper in all seinen Möglichkeiten zu fordern, das Pferd ist deshalb oft in einer sehr eingeschränkten Funktionsweise seines Körpers. Dann müssen wir von der UNWICKELTEN ENTWICKLUNGSPHASE reden.

Eine Ausbildung des Pferdes darf nie einseitig gedacht sein

Leider ist der „Zwang zur Formung“ genauso zur beliebten Mode geworden, wie mit dem Pferdekörper „gar nichts“ zu machen.  Bei beiden „Bewegungsformen“ entwickelt sich ein unkontrolliertes Chaos im Pferdekörper – das sich in Empfindlichkeiten, Bewegungseinschränkungen und Krankheiten äußert. Beide Bewegungsformen bedienen sich dazu technischer Hilfsmittel, um erstens den Pferdekörper in eine „gewünschte“ Form bringen, aber vor allem um dem Menschen einen leichten Umgang mit dem Pferd zu ermöglichen. Es entsteht ein Umgang mit einem unkontrollierten und damit unkontrollierbaren Pferdekörper, der sich selber nicht versteht.

Gute Pferdebewegungen kommen nur aus einem Pferdekörper der sich weiterentwickeln kann

Jeder von uns hat schon mal ein Fohlen gesehen. Und jeder hat gesehen, dass die Bewegungsentwicklung in den ersten Monaten sehr rasant vor sich geht. Die Bewegungen sehen noch lange nicht so aus wie beim großen Pferd, denn das Fohlen muss seine Bewegungen erst in dem Maße entwickeln wie sein Intellekt wächst und sein Körper kräftiger wird. Und wie beim Menschen auch gibt es aufbauende Folgen  dieser Entwicklung – die Entwicklungsphasen.

Der Natur geht es dabei nicht um Ergebnisse, die dabei raus kommen. Nicht die sicht-, und „meßbaren“ Werte ergeben die Qualität einer Bewegung, sondern die Funktionalität des Pferdekörpers, seine Organe, die die unverrückbare körperliche Basis für alle Bewegungen in und für den Körper sind. Jeder von uns hat bestimmt selber erlebt, wie eine Kolik, ein eingeschränkter Atem oder eine unkontrollierbare Magensäure der schönsten Reiterei ein Ende setzen kann.

Es die äußeren Faktoren und Anreize, die das Pferd in seiner Weiterentwicklung weiterbringen – und die sich dem Betrachter in der Schönheit der Gesamterscheinung, dem Charme und der Harmonie der Bewegungen sichtbar machen. Deshalb dürfen formende, auf den Körper Einfluss nehmende „Hilfsmittel“ und Gerätschaften bei der Entwicklung keine Rolle spielen – weil sie in das komplexe System des Pferdekörpers eingreifen und die Körperplastizität zerstören.

Die Entwicklungsphasen und die Interaktion mit dem Menschen bestimmen die „Ausbildung“ des Pferdes

Warum trotzdem so viele Diskussionen über die beste Verwendbarkeit von Hilfsmitteln und körperlich manipulierenden „Lernmethoden“ entstehen, die das Pferd ausbilden wie vor hundert Jahren, und dabei das Pferd nicht auf den Menschen und das Reiten vorbereiten, sondern sogar gezielt die Potenziale und Fähigkeiten des Pferdes zerstören, werden wir in dem 2- teiligen Praxiskurs „das Reiten in der Biomotorik“ auch nicht lösen können.

Dafür beinhalten die zwei Tage des Kurses die Beschäftigung mit den körperlichen Entwicklungsphasen des Pferdes und zeigen auf, wie wichtig sie für die körperliche Funktionalität des Pferdes ist. Das eine Ausbildung des Pferdes am besten alle drei Entwicklungsphasen – aber mindestens die zwei ersten Phasen beinhalten und aufgreifen muss, und das ein WEGLASSEN der Körperlichkeit des Pferdes mit nichts zu rechtfertigen sind.

Ganz schnell kommt man zu der Frage, wie der Mensch diese Phasen im Pferdekörper „ausbilden“ kann. Auch da „beruft“ sich das BewegungsLernen der natürlichen Entwicklung, bei der die „Ausbildungsziele“ ganz anders geartet sind, wie menschliche Ziele. Denn der Natur ist es wichtig, dass das Pferd ein Bewusstsein von sich selber bekommt.  Je ungestörter das Fohlen dieses Bewusstsein über seinen Körper auch in der „freien Wildbahn“ ausprägen kann, desto besser ist es schließlich – denn das schnelle, sichere, reaktive Handeln – aber auch die flexible Kooperation mit anderen Lebewesen, sichert sein Überleben – und stärkt seine Psyche.

Deshalb ist für das junge Pferd  in der Natur seine Familie – seine Familienherde überaus wichtig. Fohlen sind von Anfang an auf die Hilfe von ihren Verwandten angewiesen.  Im Schutz des Zusammenhaltes lernen sie Kommunikation und weiten sie körperlich aus. Mit ihrer enormen Sinnesleistung lernen sie zu interpretieren was der andere denkt und dann zu reagieren. Und mit dieser mentalen Flexibilität können Sie auch Menschen und ihre Unterschiedlichkeit unterscheiden und sich daran anpassen.

Die Interaktion mit dem Menschen – als die ursprünglichste „Lernform“ des Pferdes

Deshalb geht es im Teil 1 „dem biomotorischen Handling“ mit dem Pferd in erster Linie um die Ausdrucksfähigkeit ihres Körpers. Sie lernen dem Pferd mit ihrem Körper „Regieanweisungen“ zu geben, um das Pferd in das Bewusstsein und die biologische Funktionalität seines Körpers zu bringen (=Biomotorik). Und das beinhaltet die erste Entwicklungsphase: den Pferdekörper in den unbelasteten Zustand,  zu bringen von der er die weiteren Phasen starten kann. Denn schon die zweite Phase muss eine Folge der ersten Seite sein.

DER 2-TEILIGE PRAXISKURS

„DAS REITEN IN DER BIOMOTORIK“

TEIL 1: „DAS BIOMOTORISCHE HANDLING DES PFERDES“

– DIE KUNST DER KÖRPERLICHEN VORBEREITUNG DES PFERDES ZUM REITEN –

 

  • DIE EINZIGE KÖRPERLICHE AUSBILDUNG DES PFERDES, DIE AUF DIE ENTWICKLUNGSPHASEN DES PFERDES ABGESTIMMT IST
  • DAS URSPRÜNGLICHSTE „LERNEN“, DAS DER PFERDEKÖRPER KENNT
  • DIE KÖRPERPLASTIZITÄT DES PFERDES ALS UNBEDINGTE GRUNDLAGE ZUM REITEN
  • DIE INTERAKTION MIT DEM MENSCHEN FÜHRT DAS PFERD IN SPIELERISCHE BEWEGUNGSERFAHRUNGEN
  • PFERDEBEWEGUNGEN IN DER OBHUT DER NERVENSYSTEME

 

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