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Es gibt ein sehr starkes Gefühl des Verbundenseins zwischen Mensch und Pferd. Logisch erklärbar ist diese uralte Verbundenheit nicht, aber sie ist bis heute – trotz Ausbeutung des Pferdes – erhalten geblieben. Trotzdem beginnen wir erst ganz langsam zu verstehen, wie wichtig eine Eigenwahrnehmung und die Entfaltung und das Schärfen ihrer Sinne generell für Tiere ist. (Wir denken nur mal an den Wintervogelflug oder das Schwarmverhalten – bei dem sich Tiere über Entfernungen hinweg verständigen). Wichtiger noch wie der Aufbau der Muskeln – denn erst die Sinne eines Lebewesens lassen die richtigen Muskeln entstehen.

Die Verbundenheit ist ein Urbedürfnis des Pferdes

Natürlich ist eine Entfaltung seiner Sinne gerade für das Pferd besonders wichtig, das in einer so engen Begegnung und Verbundenheit mit dem Menschen lebt. Aus dieser Perspektive gesehen ist es sehr leicht nachvollziehbar, dass ein Pferd ohne Sinne oder mit eingeschränkten Sinnen – also desensibilisiert – auch körperlich schwer leidet. Eine ECHTE Verbindung zum Menschen wird dem Pferd deshalb erst dann möglich, indem es seine eigenen Grenzen und seine Möglichkeiten entdecken kann und nicht nur die vom Menschen vorgegebenen.

Denn wirklich SINNVOLL sind für den Pferdekörper die einstudierten Dinge selten. Reiter behaupten ja, reiten würde die körperlichen Probleme beim Pferd lösen (obwohl ein Pferd ohne Reiter die meisten dieser Probleme nicht hätte…). Wenn also Reiten – egal wie, ohne die Mitarbeit des Pferdes in seiner Eigenwahrnehmung, diese körperlichen Probleme des Pferdes so lösen würde, wie uns erklärt wird – dann hätte doch heute kein gerittenes Pferd mehr körperliche Probleme?

Merkwürdigerweise reagieren wir oftmals nicht auf kleine subtile „Warnsignale“ des Pferdekörpers. Obwohl es hier um den Körper und vielleicht auch um die Gesundheit des Pferdes – aber ganz sicher um den inneren Zustand des Pferdes geht. Offenbar braucht es der Mensch deutlicher. Erst wenn ein Problem im Bewegungsapparat erkennbar wird, und wenn der Leidensdruck groß genug ist, erkennt der Mensch den Handlungsbedarf.

Das Pferd sendet uns Signale, die wir ohne unsere Wahrnehmung nicht wahrnehmen können

Klug ist das späte Reagieren nicht. Es gibt es gar kein Grund, leise Signale des Pferdes zu ignorieren – denn auch leise Signale sind ernst zunehmende Signale. Es geht also darum, das Richtige für das Pferd und seinen Körper zu tun.

Deshalb die Biomotorik – die Eigenwahrnehmung des Pferdes

Die Sichtweise, den Pferdekörper in den absoluten, alleinigen Mittelpunkt zu stellen, ist für viele erst mal – na, sagen wir – ungewöhnlich. Deshalb zeigen oftmals erst Umgangsschwierigkeiten oder gesundheitliche Probleme die Falschnutzung des Pferdekörpers an. Trotzdem ist es gebräuchlich, den Pferdekörper unter rein reiterlichen Aspekten zu nutzen, oder über Handlungsabläufe, die nichts mit der funktionellen Zusammenarbeit im Inneren des Pferdekörpers zu tun haben.

Die Seminare dazu

Im Bewegungsseminar „das Biomotorische Training“ geht es deshalb ausschließlich um das,  was das Pferd braucht. Natürlich gibt es über das „gehaltvolle“ Biomotorische Training viel, viel mehr zu sagen. Die Wirkungsweisen der Biomotorik, der Primitivreflexe, der Fohlenspiele, der Sensopathie etc. auf den Pferdekörper entnehmen Sie bitte unserer Webseite www.bewegungslernen.com

Allerdings finden viele einen leichteren Zugang zu der Wichtigkeit des funktionellen Pferdekörpers, wenn sie das Pferd unter sich spüren können, und wie die veränderten, biomotorischen Bewegungsabläufe aus dem Reiten eine ganz andere Qualität hervorbringen. Man muss sich das mal vorstellen –  allein durch kleine Änderungen in der Bewegungsfähigkeit von Mensch und Pferd ändert sich für das Pferd die Welt.

Für diejenigen ist dann das Bewegungsseminar „der biomotorische Reitersitz“ gut geeignet, der das Thema hat: „das was der Reiterkörper braucht um zu einem Körpersitz zu gelangen“ – also wie der  Körpersitz des Reiters aussehen muss, damit er dem Pferd die entsprechenden Körperinformationen beim Reiten vermitteln kann. Beides sind in sich abgeschlossene Seminare, die jederzeit mit dem anderen ergänzt werden können.

Alles was besonders leicht, unbeschwert, harmonisch und anmutig aussieht, muss besonders intensiv trainiert werden – also auch IHE KÖRPER. Aber natürlich weder durch „Körperertüchtigung“ im Sinne von Fitness noch durch Entspannungsübungen, sondern durch ein „Training ihrer Sinne“. Die  biomotorischen Körperseminaren für den Menschen, die das Thema haben: „das was der Menschenkörper braucht“ passen deshalb immer zu allem dazu, und sind deshalb auch die intensive Ergänzung zu den Bewegungsseminaren mit dem Pferd.  Die Intensiv-Körperseminare für den Menschen sind 2-tägige Seminare und auch interessant für Nichtreiter oder Kinder.