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Bei 7 Milliarden Menschen (und allen domestizierten Pferden), haben wir 7 Milliarden Bewegungskonzepte! Die Körper-Bewegungskonzepte resultieren aus der Geschichte des jeweiligen Körpers, aus dem Aufwachsen. Dabei ist das individuelle Bewegungskonzept nicht nur davon abhängig ob jemand in der Stadt, oder auf dem Land aufwächst. Das wäre eine zu grobe Ansicht. Bewegungskonzepte entstehen bereits im Mutterleib, ob die Hände etwas schneller wachsen, ob sich das Baby oft dreht, wie sich die Mutter bewegt,… uvm.
Ebenso verhält es sich auch beim Fohlen. Ob Offenstall oder nicht, ob viele andere Fohlen zum spielen zur Verfügung stehen oder nicht, ist nur ein kleiner Teil.

Alles was das Fohlen, das Jungpferd in den Bewegungen einengt, ob aus Selbsterfahrung, die Umgebungsumstände oder durch Beobachtungen,  hemmt nicht nur seine Bewegung, das  Körpergehirn nimmt diese Einengung als „gegeben“ hin, als „so ist es“ und nach diesen Richtlinien/Gegebenheiten entwickelt sich der Körper weiter.

Alles was das Fohlen seiner Bewegung stört, und das über einen langen Zeitraum, dass muss das Fohlen umgehen, es muss damit umgehen, sein Bewegungskonzept anpassen.
Alles was das Fohlen „nicht kennt und nicht braucht“ wir es auch nicht in seine Bewegungsvielfalt integrieren! So sind die ersten Jahre, aber auch die ersten „Arbeiten“ das Fundament, die Basis! Alles was danach kommt, wird darauf aufgesetzt.

Stellen Sie sich vor Sie bauen ein Haus! Jedoch ist das Fundament brüchig, in einer Schräglage, hat einen Wellenförmigen Boden. Es wäre sehr mühsam, Geld und zeitintensiv das Fundament neu zu machen. Also versuchen Sie darauf Ihr Haus darauf zu stellen, das Haus von dem Sie immer geträumt haben. 

Veränderungen, ein Fortschritt würde stattfinden, ja, ganz bestimmt, aber nur von kurzer Dauer, weil das Fundament nicht passt, weil die „Basis“ nicht stimmt.
Sie würden versuchen den „Körper des Hauses“ an dieses Missverständnis anzupassen. So würden Sie unweigerlich mit jedem Ziegel, (Training) gegen das Körperkonzept – die Natur des Körpers verstoßen.

„Bewegungen werden zu einer „geforderten Leistung“
wenn diese auf einer falschen Basis stehen.“

 Erfolge stellen sich schnell ein, genau so schnell kommt aber auch wieder der Zusammenbruch, unweigerlich und in regelmäßigen Abständen! Kennen Sie das bei Pferden? Toller Fortschritt, am nächsten Tag wie aus heiterem Himmel das böse Erwachen!

Ist die Basis falsch, steht die schönste Mauer nur für kurze Zeit!
Das Fohlen, oder das Jungpferd hat sein „Bewegungskonzept“ fixiert! Das Gehirn, die Nervenbahnen, die Leitlinien,… haben das „Fundament der Bewegung zementiert und verwurzelt“.
„Sehr oft hindern wir das Pferd, wie uns Menschen selbst auch, in seine natürliche Bewegung zu kommen, dann muß der Bewegungskörper mit Kampf„trainieren“, um „Leistung“ bringen zu können.“

 

Haben wir also ein „Bewegungstechnisches“ Problem bei einem Pferd, muss ich dieses Fundament mit einbeziehen.
Habe ich „Einzelverletzungen“, muss ich ebenso dieses Fundament mit einbeziehen, und dafür sorgen, dass das Konzept des Pferdes so abgestimmt wird,

  • das diese Einzelverletzung heilen kann,
  • das diese Einzelverletzung im Körperkonzept betrachtet wird,
  • dass das Körperkonzept so verändert wird, das diese Einzelverletzung nicht wieder vorkommt.

Mit der Sensopathie geben wir dem Pferd in erster Linie ein Bild von sich selbst. Wertfrei!
Bilder sind Geschmacksache, auch das Bild an der Wand von einem Freund, dass man bei sich zu Hause nie aufhängen würde. Wichtig ist nicht wie dieses Bild aussieht, wichtig dabei ist, dass dieses Bild „klar“ ist. Geschmäcker sind verschieden, jedoch wird in keinem Wohnzimmer kein unscharfes Bild hängen. Diese „Klarheit“, die wir dem Pferd geben hilft nicht nur Körperlich, sondern auch Geistig, und beides gehört zusammen. Der Gemütszustand ist ebenso wichtig wie der körperliche Zustand.

„Bilder oder Bewegungen definieren zu können,
ist die Basis für eine Veränderung!“

Wenn wir Problembereiche haben, ist nicht nur dieser Problembereich unscharf, sondern auch dessen Umgebung!
Der Körper hat diesen Bereich in seiner Bewegungskoordination ausgegrenzt, separiert, oder sich ein falsches Muster eingeprägt. Das kann, wie verschiedenste Gründe haben.
Wenn die Entwicklung des Pferdes ein Bewegungsmuster hervorgebracht hat, dass für den Körper nicht optimal ist, dann müssen wir das Konzept ändern. Wenn das Pferd Schmerzen anzeigt, dann ist das der „letzte“ Hinweis, die Spitze des Eisberges, dass ein Bereichsproblem vorliegt.

Um in ein Körperkonzept eingreifen zu können, zeigen wir dem Pferd in erster Linie das „klare“ Bild. So bewegst du dich, so bewegen sich deine einzelnen Wirbel, deine Rippen, dein Atlas, dein Sacrum, deine Scapular, usw.