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Warum sprechen wir über das Biomotorische Training des Pferdes?

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Mit dem Biomotorischen Training kann eine neue Ära in der Pferdeausbildung beginnen – mit der Biomotorik zu positiven Körpererfahrungen des Pferdes
 
Warum?
Die Selbsthaltung des Pferdes wird nicht als statischer Zustand gesehen, den der Mensch aufrecht erhalten muss. Es ist ein dynamischer und vor allem organischer Prozess des ständigen Ausgleichens und Ausrichtens des eigenen Gewichtes, um die Gliedmaßen mit einer gesteigerten Gleichgewichts- und Koordinationsfähigkeit frei und entbunden, einsetzen zu können.
 
Das Pferd macht in seinem durchlässigen Körper viel mehr positive Körpererfahrungen, was eine Voraussetzung auch für die Aufnahme der Körperinformationen des Menschen ist, um einen weichen, durchlässigen Bewegungsfluss zu finden und sich im Einklang mit dem Skelett- und Muskelsystem zu bewegen.Die körperlichen Grunderfahrungen werden durch Primitivreflexe (ererbte Reflexe) vom Pferd erlebt, die zusammen mit neuromuskulären Bewegungsmustern einen körperlichen Grundplan darstellen.
 
Das Biomotorische Training kann über gezielte biomotorische Übungen Bewegungs- und Entwicklungsschwierigkeiten des Pferdes erkennen, aber ermöglicht auch durch die Weiterführung der Bewegungsentwicklung, diese Defizite und ihre Auswirkungen zu beheben. Gleichzeitig ist es eine mentale und emotionale Orientierung und eine Vertrauensbildung zu der Bindung zum Menschen und für das entstehende Verhalten in der jeweiligen Umgebung.
 
Die Skala der Biomotorik
• Der Bewegungsfluss – die Durchlässigkeit für Körperinformationen
• Selbsthaltung – die Aufrichtung des Skeletts in beiden Richtungen ausgehend von den Brustwirbeln
• Gleichgewichtsfähigkeit in den verschiedenen Ebenen des Körpers
• Koordinationsfähigkeit – Autonomie der verschiedenen Körperbereiche in Bewegung
• Entbundene Bewegungen mit minimaler Muskelarbeit und gesteigerter Sehnenarbeit
 
Im Biomotorischen Training ersetzt die Gemeinsamkeit mit dem Pferd die dominierende Rolle des Menschen. Der Mensch gibt dem Pferd seine körperliche Eigenwahrnehmung, und das Pferd bekommt dadurch die Möglichkeit, bei den biomotorischen Übungen in sicherer Atmosphäre und ständigem Kontakt mit dem Menschen, seine Fähigkeiten, aber auch die Grenzen seiner Bewegungen neugierig zu erforschen und zu erweitern.
 
„Bewegen lässt sich nicht befehlen, aber miteinander teilen“.
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